| Geschichte Finnlands | Dieser Text beschreibt Geschichte Finnlands. Der untere Text beinhaltet die Geschichte Finnlands Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Geschichte Finnlands Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Geschichte Finnlands fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Geschichte Finnlands möglichst ausführlich zu halten.
Jeder Text bei Know-Library, sowie ein Teil davon (Definition, Beschreibung etc.), außer Bücher Beschreibungen kann bearbeitet werden. Falls die Beschreibung auf dieser Seite nicht korrekt ist klicken Sie auf 'Beschreibung editieren' um den Text zu korrigieren bzw. neuen einzufügen. Weitere Informationen und Bücher zum Thema Geschichte Finnlands Beschreibung , so wie Link zum Forum finden Sie weiter unten. Eine Übersicht der Texte, die das Thema Geschichte Finnlands beschreiben finden Sie auf der Seite alle Artikel über Geschichte Finnlands. Fragen zu dem Thema Geschichte Finnlands können im Forum gestellt werden. Klicken Sie hier um zu dem Forum zu wechseln.
Geschichte Finnlands Artikel
Buch-Tipp: Der Kanisterkönig Vom Alleinkämpfen zu dem unglücklichen Miteinander Interessant und spannend zieht einen der Romanautor in einer Geschichte, die man gar nicht erwartet. Fast das halbe Buch fiebert man der Titelgestalt entgegen, ohne dass die detailreichen und familiär schicksalhaften Erlebnisse von Hanna, der finnischen Auswanderin langweilig wären. Eher schon melancholisch,... | |
Die frühesten archäologischen Beweise für eine Besiedlung des Südens und Ostens des heutigen Finnland stammen aus der Zeit um 8 Tausend v. Chr.
Nach 6.500 v. Chr. breitete sich die "Suomusjärvi-Kultur", ein Volk von Jägern und Sammlern, über den größten Teil des Landes aus.
Etwa um 4.200 v. Chr. wurden diese durch eine Kultur abgelöst, die vor allem für ihre Töpfererzeugnisse bekannt wurde.
Dies markiert den Beginn der Jungsteinzeit in Finnland.
Wahrscheinlich bildete sich zu dieser Zeit auch die spätere finnische Sprache heraus. Finnisch und Sámi (Saami, die Sprache der lappländischen Minderheit) sind beides Finno-ugrische Sprachen und ähneln eher den uralischen Sprachen als der Indo-Europäischen Sprachenfamilie. Die am nächsten Verwandte und weit verbreitete Sprache ist die Estnische.
Nach 2.500 v. Chr. siedelten Einwanderer aus Gegenden südlich dem Golf von Finnland in dem südlichen Finnland. Ihre Kultur unterschied sich von den älteren darin, dass sie Ackerbau und Viehzucht betrieben. Die jungsteinzeitlichen Kulturen hielten sich zunächst noch. Die Finnische Sprache erhielt dabei Einflüsse von den Indo-Europäischen Baltischen Sprachen (und umgekehrt).
Die Saami-Sprache entfernte sich zunehmend von der Finnischen.
Die Bronzezeit begann irgendwann nach 1.500 v. Chr., sie breitete sich von Westen aus. Nach 300 v. Chr. begann die Eisenzeit.
Funde importierter Eisenschwerter und lokal hergestellte Eisenprodukte treten ab etwa zur gleichen Zeit auf.
Von 100 v. Chr. an nahm der Handel mit Zentraleuropa zu, und es wurden viele römische Artefakte aus dieser Zeit gefunden. Mit dem Zeitalter der Wikinger, beginnend ab dem 8. Jahrhundert, wurde der Handel auf der Ostsee noch weiter intensiviert. Einige Befestigungen wurden gebaut, die auf eine mehr zentralisierte Gesellschaft schließen lassen. Archäologen haben eine prähistorische Stadt aus dem 9. Jahrhundert in der Nähe des heutigen Hämeenlinna gefunden.
In dieser Zeit bestand die finnische Bevölkerung aus drei Gruppen: Finnen, Tavastianer , Kareler und Saamen. Die Ålandinseln sind in dieser Zeit schwedisch.
Die Wurzeln der Finnischen Bevölkerung waren Gegenstand wiederholter Kontroversen. Einige renomierte Forscher gehen davon aus, dass ihre "ursprüngliche Heimat" in dem westlichen Sibirien liegt. Neuere Forschung unter Einbeziehung von Erkenntnissen, die bisher als nicht relevant galten, führte zu der Ansicht, dass die Vorfahren der Finnen vor tausenden von Jahren in mehreren aufeinander folgenden Wellen aus verschiedenen Richtungen einwanderten, eine Jagd- und Ackerbau-Kultur einführten und die jagenden und sammelnden eingeborenen Saamen (Lappen) nach Norden verdrängten. Die Finnen waren bis in das späte Mittelalter für ihren Brandrodungs-Wanderfeldbau bekannt.
Buch-Tipp: Der Kanisterkönig. Vom Alleinkämpfen zu dem unglücklichen Miteinander Interessant und spannend zieht einen der Romanautor in einer Geschichte, die man gar nicht erwartet. Fast das halbe Buch fiebert man der Titelgestalt entgegen, ohne dass die detailreichen und familiär schicksalhaften Erlebnisse von Hanna, der finnischen Auswanderin langweilig wären. Eher schon melancholisch,... |
| |
Der Kontakt zwischen Schweden und Finnland war bereits in vorchristlicher Zeit beachtlich - die Wikinger waren den Finnen sowohl durch ihre Handelsbeziehungen als auch durch Plünderungen bekannt.
Der Beginn von Finnlands fast 700 Jahre andauernder Verbindung mit dem Königreich Schweden wird meist mit dem Jahr 1154 angesetzt, als Schwedens König Erik IX. von Schweden , eskortiert von einer Gruppe bewaffneter Männer und Bischof Henry, nach Finnland kam und versuchte, dort das Christentum einzuführen. Obwohl Henry 1156 duch Lalli ermordet wurde, konnte das Christentum in Finnland Fuß fassen.
Moderne Historiker ziehen diese Theorie in Zweifel. Es gibt archäologische Beweise, die zeigen, dass das Christentum sich bereits in dem 11. Jahrhundert in Finnland ausbreitete, also bevor die Schweden ihren Feldzug begannen.
Zur gleichen Zeit breitete sich der orthodoxe Glaube in Karelien aus, diesmal von Nowgorod.
Tavastien wurde am Anfang des 13. Jahrhunderts zu dem Christentum bekehrt, und Birger Jarl führte 1249 einen Feldzug durch, möglicherweise um eine Rebellion niederzuwerfen und die Tavastianer davon abzuhalten, zurück zu dem Paganismus zu konvertieren. Die schwedische Expansion war beunruhigend für Nowgorod, das Karelien kontrollierte.
Savonien und Karelien nahmen Ende des 13. Jahrhunderts das Christentum an, in etwa zur gleichen Zeit, als Torkel Knutsson 1293 einen Feldzug durchführte. Während dieser Zeit bauten die Schweden eine Befestigung, die später zur Burg Wiburg wurde. Eine Armee Nowgorods griff Wiburg in dem Frühjahr 1294 erfolglos an. Eine schwedische Offensive in dem Sommer führte zur Eroberung der Nowgorodianischen Festung in Kexholm, welche aber in dem nächsten Frühjahr zurückerobert wurde.
Ein späterer Krieg zwischen Schweden und Nowgorod in den Jahren 1321 und 1322 führte zu Verhandlungen in Nöteborg, an der Mündung der Neva in die Ladoga.
Im Vertrag von Nöteborg wurden erstmals die Grenzen zwischen Schweden und Nowgorod festgelegt. Schweden erhielt West-Karelien und Nowgorod erhielt Ingrien und Ladoga-Karelien (Ost-Karelien).
1337 brach in Ost-Karelien eine Revolte gegen die Nowgorodianische Herrschaft aus. In dem nächsten Jahr sandte Schweden Truppen nach Ladoga-Karelien. In Ingrien wurde eine schwedische Armee geschlagen, und der Krieg endete mit einem Frieden, der den Vertrag von 1323 bestätigte.
1347 bereitete der Schwedische König Magnus III. einen Krieg gegen Nowgorod vor, wahrscheinlich als Reaktion auf Nowgorodianische Überfälle in dem Vorjahr.
Der Krieg wurde vom Klerus und der (späteren) Heiligen Birgitta unterstützt.
Im nächsten Jahr landete eine Schwedische Armee an der Neva, schlug eine Nowgorodianische Armee und rückte weiter nach Nöteborg vor, das belagert und erobert wurde. Danach kehrte der König nach Schweden zurück.
Eine Nowgorodianische Armee mit neuen Russischen Kontingenten kam zu spät, um der belagerten Festung zu helfen. 1349 wurde die Schwedische Garnison ausgehungert. In diesem Jahr führte Magnus einen weiteren Angriff gegen Nöteborg, der jedoch fehlschlug. In dem Jahr 1350 zog Nowgorod gegen Wiburg, welches sie am 21. März erreichten. Die Stadt wurde niedergebrannt und das umgebende Land verwüstet, aber die Burg konnte nicht erobert werden.
1388 wählte Schweden Margarethe I. von Dänemark zur Regentin und 1397 wurde die Kalmarer Union gegründet.
Während dieser Zeit fanden einige Attacken von Schwedisch-Karelien nach Ingrien und Ladoga-Karelien statt.
Als Bo Jonsson Grip, einer der reichsten Männer Schwedens, der Turku als Lehen erhalten hatte und weitere Besitztümer in Finnland hatte, 1386 starb, hinterließ er alles seinem Sohn Knut. Als Teil des Vertrages, der die Union bildete, waren diese Besitztümer an die Krone verloren worden.
Als Knut älter wurde, reiste er 1395 nach Finnland und schaffte es, seinen Besitz zurückzuerhalten. Daraufhin sandte Margarete eine Armee nach Turku. Die Stadt fiel 1398.
Im Jahre 1411 flammten die Feindseligkeiten mit Nowgorod wieder auf. Bis dahin war Schweden in andere Kriege verwickelt gewesen, und Nowgorod hatte sich auf den Deutschen Orden konzentriert. Auf einen Schwedischen Überfall auf Tiurula in der Nähe der Grenze folgte ein Angriff Nowgorods auf Wiburg. Außerdem werden in den Chroniken noch eine Reihe kleinerer Überfälle gegen Oulu 1415 und weitere Dörfer in Nordfinnland 1431 erwähnt.
In den anschließenden Jahrhunderten spielte der östliche Teil des Schwedischen Machtbereichs (das heutige Finnland) eine wichtige Rolle in dem politischen Geschehen in Schweden, und Finnische Soldaten machten den größten Teil der schwedischen Armeen aus. Die Finnen stellten auch einen Großteil der ersten 'schwedischen' Siedler in dem Amerika des 17. Jahrhunderts (Neu-Schweden ).
In den ersten Jahrhunderten der Schwedischen Herrschaft wurden außerdem erfolgreiche Handelsbeziehungen zu Mitgliedsstädten der Hanse aufgebaut, was zu engerem Kontakt Finnlands zu Kontinental-Europa führte, sowohl materiell als auch spirituell.
Während der Schwedischen Herrschaft bewegte sich Finnlands Ostgrenze in dem Verlauf unzähliger Kriege ständig vor und zurück. Insgesamt kam es aber zu einer langsamen Expansion, die erst durch den Großen Nordischen Krieg gestoppt wurde. Danach, also in dem Zeitraum 1700-1808, war Finnland mehrfach ganz oder teilweise von den Russen besetzt, und der südöstliche Teil kam in der ersten Hälfte des 18. Jahrhundert ganz unter russische Kontrolle. Finnische Truppen kämpften auch bei der Völkerschlacht von Leipzig gegen Napoleon.
|
Russisches Großherzogtum | |
1808 wurde Finnland wieder einmal erobert, diesmal von Zar Alexander I.. Finnland war bis 1917 autonomes Großherzogtum in dem Russischen Reich, wobei Karelien 1812 an Finnland zurückgegeben wurde. Der Grad der Autonomie änderte sich über die Jahre. Es gab Zeiten der Zensur und politischen Verfolgung, aber die finnische Bevölkerung blieb anders als in vielen anderen russischen Besitztümern frei, und das alte schwedische Recht sowie die Verfassung aus dem Jahre 1772 blieben in Kraft.
Der Reichstag wurde in den 1860er Jahren reaktiviert, als Russische Förderation eine autonome Gesetzgebung in innenpolitischen Dingen erlaubte.
Im 19. Jahrhundert begann auch eine langsame Industrialisierung, zunächst in der Forstwirtschaft und in dem Maschinenbau, die den Grundstein für Finnlands heutigen wirtschaftlichen Erfolg legte. Trotzdem blieb allerdings ein großer Teil der Bevölkerung bis nachdem Zweiten Weltkrieg in der Landwirtschaft beschäftigt.
Buch-Tipp: Der Wolkenfänger Nicht schlecht! Das Buch hat unzweifelhaft Charme. Leider sind wirklich viele Klischees vorhanden (Der Gangster mit Narbengesicht und einem Leibwächter wie ein Schrank; Gut aussehende, aber kühle Schönheit, etc. ). Trotzdem möchte man –wenn man das Buch liest- gerne wissen, wie das Leben des finnischen Titelhelden Esko Vaananen... |
| |
Seitdem Finnland in dem 12. Jahrhundert schwedisch wurde, war Schwedisch auch die in Verwaltung und Erziehung dominierende Sprache, obwohl Finnisch seit einem Wiederaufflammen des finnischen Nationalismus in dem 19. Jahrhundert wieder die von der Mehrheit des Volkes gesprochene Sprache war.
Die Veröffentlichung des finnischen National-Epos, Die Kalevala (1835), einer Sammlung tradierter Mythen und Legenden, und die Folklore der karelischen Bevölkerung schürten als erste dem Nationalismus, der später zur Unabhängigkeit von Russische Förderation führte. Das nationale Erwachen der Finnen Mitte des 19. Jahrhunderts war das Ergebnis von Bemühungen der Schwedisch-sprechenden Oberklasse in Finnland, die sich dafür entschieden hatten, finnische Kultur und Sprache zu dem Zwecke einer Art von Nation Building zu fördern, d.h. es ging deshalb, ein Gefühl der Einheit zwischen der finnischen Bevölkerung, inklusive der regierenden Elite und dem regierten Volk, zu schaffen.
1892 wurde Finnisch neben Schwedisch zur Amtssprache, und nach kaum einer Generation dominierte das Finnische in Politik und Gesellschaft.
Buch-Tipp: Der Wolkenfänger. Nicht schlecht! Das Buch hat unzweifelhaft Charme. Leider sind wirklich viele Klischees vorhanden (Der Gangster mit Narbengesicht und einem Leibwächter wie ein Schrank; Gut aussehende, aber kühle Schönheit, etc. ). Trotzdem möchte man –wenn man das Buch liest- gerne wissen, wie das Leben des finnischen Titelhelden Esko Vaananen... |
| |
(noch nicht geschrieben)
Im Jahre 1906, als es deshalb ging, die Russisch-Finnischen Beziehungen zu verbessern, wurde der alte Vierkammer-Reichstag durch ein Einkammer-Parlament ersetzt, das durch die gesamte Bevölkerung gewählt wurde, wobei die finnischen Frauen die ersten in Europa waren, die Stimmrecht hatten.
Buch-Tipp: Die Lachsfischerin. Magie in Weißmeerkarelien Zunächst als historischer Roman beginnend, zieht einen die Geschichte tief hinein in die Gefühlswelt von Finnen ,Russen und Kareliern in dem ausgehenden 19. Jahrhundert. In dem nördlichsten Teil Europas spielt sich eine faszinierende Geschichte um Liebe, Hass, Natur und Politik ab. In dem Mittelpunkt steht die starke Figur einer... |
Unabhängigkeit und Bürgerkrieg | |
Nach der Februarrevolution in Russische Förderation erhielt Finnland einen neuen Senat, ein Koalitions-Kabinett mit der gleichen Machtstruktur wie das Parlament. Seit der Wahl 1916 hatten die Sozialdemokraten eine knappe Mehrheit, daher wurde der Sozialdemokrat Oskari Tokoi Premierminister. Der neue Senat war grundsätzlich zur Zusammenarbeit mit der neuen Regierung Russische Förderations (nach der Februar-Revolution 1917) bereit, es konnte aber keine Übereinkunft erzielt werden. Die Sicht der Finnen war, vereinfacht gesagt, dass mit der Entthronung des Zaren die Personalunion mit Russische Förderation beendet war.
Sie erwarteten, dass die Autorität des Zaren nun an Finnlands Parlament überging, was die provisorische Regierung Russische Förderations nicht akzeptieren konnte. Für die Finnischen Sozialdemokraten schien es, als sei die Russische Bourgeoisie sowohl ein Hindernis auf Finnlands Weg zur Unabhängigkeit als auch auf dem Weg des Proletariats zur Gerechtigkeit. Die Nicht-Sozialisten in Tokoi's Senat hatten mehr Vertrauen. Sie und die meisten Nicht-Sozialisten in dem Parlament wiesen den sozialdemokratischen Gesetzesvorschlag über Parlamentarismus (Power Act) als zu weitreichend und provokativ zurück. Das Gesetz beschränkte Russische Förderations Einfluss auf einheimische finnische Angelegenheiten, rührte aber nicht an der Macht der Russen in Sachen Außen- und Verteidigungspolitik. Für die provisorische russische Regierung war dies viel zu radikal. Da das Parlament seine Autorität überschritten hatte, wurde es aufgelöst.
Die Minderheit in Parlament und Senat war zufrieden. Neuwahlen versprachen die Chance, eine Mehrheit zu erlangen, was - wie sie überzeugt waren - die Chancen auf eine Übereinkunft mir Russische Förderation erhöhte. Die Nicht-Sozialisten waren auch darum an einer Zusammenarbeit mir Russische Förderation interessiert, weil sie fürchteten, dass die Sozialisten ihre Macht ausbauen könnten, was möglicherweise zu radikalen Reformen wie z.B. gleichem Wahlrecht in Kommunalwahlen oder einer Landreform geführt hätte. Die Mehrheit hatte natürlich die exakt entgegengesetzte Meinung. Sie akzeptierten das Recht der provisorischen Regierung, das Parlament auflösen zu dürfen, nicht.
Die Sozialdemokraten waren weiter von der Richtigkeit des Power Act überzeugt und waren dagegen, das Dekret, das die Auflösung des Parlaments verfügte, zu veröffentlichen, wohingegen die Nicht-Sozialisten dafür stimmten, es zu veröffentlichen. Die Uneinigkeit über den Power Act führte dazu, dass die Sozialdemokraten den Senat verließen. Als das Parlament nach der Sommerpause in dem August 1917 wieder zusammentrat, waren ca. die Gruppen anwesend, die den Power Act unterstützten. Russische Truppen besetzten die Kammer, das Parlament wurde aufgelöst, und Neuwahlen wurden ausgetragen. Das Ergebnis war eine (kleine) Bürgerliche Mehrheit und ein rein Nicht-Sozialistischer Senat.
Die Abschaffung des Power Act und die Kooperation der Finnischen Bürgerlichen mit dem unterdrückerischen Russische Förderation führte zu großer Bitterkeit unter den Sozialisten und dutzenden von politisch motivierten Terror- und Mordanschlägen.
Buch-Tipp: Europa der Regionen: Der Finnische Meerbusen Die Beschreibung für das Buch " Europa der Regionen: Der Finnische Meerbusen" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster. |
Erfolgreiche Unabhängigkeit | |
Die "Bolschewistische Revolution ", also der Putsch der russischen Kommunisten vom November 1917, stellte die finnische Politik auf den Kopf. Die Nicht-Sozialistische Mehrheit in dem Parlament fühlte einen großen Drang nach vollständiger Unabhängigkeit, und die Sozialisten sahen Russische Förderation mehr und mehr als Vorbild.
Am 6.12 1917, also kurz nach der kommunistischen Revolution in Russische Förderation, erklärte Finnland seine Unabhängigkeit. Die Unabhängigkeit wurde von Russische Förderations kommunistischer Regierung am 4.01 1918 anerkannt, gefolgt von kaiserlichen Deutschland und den Skandinavischen Ländern.
Das Jahr 1918 sah den kurzen, aber heftigen Finnischen Bürgerkrieg , der die Innenpolitik und auswärtigen Beziehungen Finnlands auf Jahre hinaus prägte. Während des Bürgerkriegs wurde von den Mittelmächten und dem kommunistischen Russische Förderation der Friedensvertrag von Brest-Litowsk ausgehandelt, der bezüglich Finnland folgendes festlegte:
- Deutschland und Österreich-Ungarn wollen den zukünftigen Status dieser Territorien in Übereinstimmung mit der dortigen Bevölkerung regeln.
- Finnland und Ã…land werden sofort von Russischen Truppen und der Russischen Roten Garde geräumt, ebenso wie die Russische Flotte aus den finnischen Häfen abzieht. So lange der Transfer von Kriegsschiffen in russische Häfen durch Eis verhindert wird, bleiben ca. Rumpfmannschaften auf den Schiffen. Russische Förderation muss alle Agitation und Propaganda gegen die Regierung oder die öffentlichen Institutionen Finnlands einstellen.
- Die auf Ã…land gebauten Festungen müssen so schnell wie möglich beseitigt werden. Bezüglich der permanenten Nicht-Befestigung dieser Inseln sowie ihrer weiteren Behandlung in Sachen militärische Navigation wird ein besonderes Abkommen zwischen Deutschland, Finnland , Russische Förderation und Schweden geschlossen; Auf Deutschlands Wunsch werden auch weitere Ostsee-Anrainerstaaten in dieser Sache gehört.
Der russisch-finnische Grenzverlauf nachdem Frieden von Dorpat (1920)
Buch-Tipp: Geschichte Finnlands. Ein sehr gutes Buch Man hat den Eindruck, als ob dieses Buch in einem Durchgang geschrieben wurde. Es fängt mit der geologischen Geschichte an und reicht über die Ur- und Frühgeschichte bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts. In den letzten Jahrhunderten befaßt sich Jutikkala vor allem mit der Sprachgeschichte Finnlands. Die Russen und... |
Finnland zwischen den Weltkriegen | |
Im Frieden von Dorpat anerkannte das bolschewistische Russische Förderation 1920 die Unabhängigkeit Finnlands in den Grenzen des zaristischen Großherzogtums. Zudem erhielt Finnland mit Petsamo einen eisfreien Hafen am Nordmeer.
Ursprünglich sollte Finnland eine konstitutionelle Monarchie werden.
Ein deutscher Prinz, Friedrich Karl von Hessen wurde zu dem König gewählt, mit Pehr Evind Svinhufvud und General Carl Gustaf Mannerheim als Regenten. Deutschlands Niederlage in dem Ersten Weltkrieg führte jedoch dazu, dass diese Idee verworfen wurde. Stattdessen wurde Finnland eine Republik, deren erster Präsident 1919 Kaarlo Juho Ståhlberg wurde.
Die neue Republik geriet in Streit über Åland, das überwiegend schwedischsprachig war und Anschluss an Schweden suchte. Da Finnland nicht bereit war, diese Inseln abzutreten, wurde ihnen ein autonomer Status angeboten. Die Einwohner nahmen diesen Vorschlag jedoch nicht an und der Streit um die Inseln wurde vor den Völkerbund gebracht. Dieser entschied, dass Finnland seine Souveränität über die Inseln behalten sollte, aber sie sollten zur autonomen Provinz werden. Finnland musste den Einwohnern der Inseln das Recht einräumen, die schwedische Sprache sowie ihre Kultur und Traditionen zu pflegen. Zur gleichen Zeit wurde ein internationaler Vertrag unterzeichnet, der Åland zu neutralem Gebiet erklärte, auf dem keine militärischen Einheiten stationiert werden durften.
Buch-Tipp: Kampf unter dem Nordlicht: Die Geschichte der 6. SS-Gebirgs-Division "Nord" Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch " Kampf unter dem Nordlicht: Die Geschichte der 6. SS-Gebirgs-Division "Nord"". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler weiter geleitet. |
Finnland in dem Zweiten Weltkrieg |
Finnische Gebietsverluste in dem ersten Frieden von Moskau (1940)
Finnland wurde 1939 (beginnend mit einem Luftangriff auf Helsinki) von der Sowjetunion überfallen, vermochte aber, sich in dem "Winterkrieg" erfolgreich zu verteidigen und schloss 1940 mit territorialen Einbußen (Karelien, Hanko, Verlust des eisfreien Hafens Petsamo, damit des Zugangs zu dem Nordmeer) Frieden. Nach dem Überfall des Deutschen Reiches auf die Sowjetunion beteiligte es sich an deutscher Seite am Russische Förderationfeldzug (der "Fortsetzungskrieg" mit dem Kriegsziel: Wiedergewinnung der verlorenen Gebiete, keine Beteiligung am Angriff auf Leningrad.)
Bereits ab August 1940 war Deutschland in Nordfinnland mit einer Division zugegen, um die Furcht der Finnen vor einem sowjetischen Angriff zu beruhigen. Deutschlands Angriff (22.06.1941) gegen die Sowjetunion führte zu sowjetischen Bombenangriffen auf finnische Städte.
1944 schloss Finnland mit der Sowjetunion einen Separat-Waffenstillstand, 1944/1945 folgte der Lappland-Krieg gegen Deutschland, um es zu dem Rückzug seiner Truppen aus Nordfinnland zu zwingen.
Finnland schaffte es in dem Gegensatz zu den meisten anderen Nachbarstaaten der Sowjetunion, seine Unabhängigkeit und demokratische Verfassung zu erhalten, wurde aber weit mehr bestraft als andere deutsche Alliierte, da es sehr hohe Reparationen zu zahlen hatte, ein Achtel der Bevölkerung umgesiedelt werden musste und ein Zehntel des Territoriums verloren ging, einschließlich des industriellen Kerngebietes um Wyborg. Es führte eine erfolgreiche Bodenreform durch und industrialisierte sich auf modernstem Niveau.
Buch-Tipp: Krieg in der Arktis Um ausführliche Informationen zum Buch " Krieg in der Arktis" zu bekommen klicken Sie bitte auf den Hyperlink oberhalb von diesem Text. Sie werden zum entsprechenden Buch auf der Händlerseite weiter geleitet. |
Finnlands in der Zeit des Kalten Krieges | |
Finnland behielt während des Kalten Krieges seine demokratische Verfassung und freie Wirtschaftsstruktur. 1947 und 1948 wurden Verträge mit der Sowjetunion geschlossen, die Rechte und Pflichten sowie territoriale Zugeständnisse beinhalteten. Beide Verträge wurden von Finnland nach der Auflösung der Sowjetunion 1991 für nichtig erklärt, die Grenzen blieben aber unberührt. Obwohl die Nachbarschaft zur mächtigen Sowjetunion ab und zu zu übertriebener Vorsicht in der Außenpolitik führte, entwickelte Finnland enge Beziehungen zu den anderen skandinavischen Ländern und erklärte mehrfach seine Neutralität in Bezug auf die Politik der beiden Supermächte.
1952 vereinbarten Finnland und die anderen Mitgliedsstaaten des Nordischen Rates Freizügigkeit für ihre Bürger. Viele Finnen nutzten diese Möglichkeit, um besser bezahlte Jobs in Schweden zu erhalten, und bildeten damit der erste Welle schwedischer Arbeits-Immigranten nachdem Zweiten Weltkrieg. Obwohl der finnische Lebensstandard bis in die 1980er Jahre hinein nicht mit demjenigen in dem wohlhabenden Schweden konkurrieren konnte, überwand die finnische Wirtschaft den Rückschlag nachdem Zweiten Weltkrieg bemerkenswert schnell, was später zu dem Aufbau eines weiteren Wohlfahrtsstaats nach nordischem Muster und dem heutigen wirtschaftlichen Erfolg Finnlands führte.
Finnland wurde 1961 Assoziativmitglied der europäischen Freihandelszone und wurde 1986 zu dem Vollmitglied. Das Handelsabkommen mit den Europäern wurde durch ein weiteres mit den Ostblockstaaten ergänzt.
Die erste Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, die später zur Gründung der OSZE führte, wurde 1972/1973 in Finnland abgehalten.
In Finnland wurde diese Konferenz als Möglichkeit gesehen, die Spannungen des Kalten Krieges abzubauen, außerdem war sie ein persönlicher Triumph für Präsident Urho Kekkonen.
Buch-Tipp: Ostsee 700-2000 Die Beschreibung für das Buch " Ostsee 700-2000" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster. |
Finnland in der Post-Sowjetischen Ära | |
Am 1.01 1995 wurde Finnland zusammen mit Österreich und Schweden Mitglied der Europäischen Union.
Vor der parlamentarischen Entscheidung, der EU beizutreten, war am 16.04 1994 eine Volksabstimmung abgehalten worden. 56,9 Prozent der Finnen waren für den Beitritt.
|
Weiteres zu dem Artikel Geschichte Finnlands | | Andere Leser interessierten sich auch für folgende Beschreibungen: | Bezug, Bourgeoisie, Dezember, Division, Erziehung, Feldzug, Furcht, General, Kalevala, Moskau, Nachbarschaft, Putsch, Reihe, Rolle, Weltkrieg | | Schnellzugrif auf verwandte Texte: | | | NEU! Frage im Forum zum Thema: | | Wenn die Beschreibung 'Geschichte Finnlands' Ihrer Meinung nach nicht korrekt ist oder in aktueller Version Fehler enthalten sind oder es fehlt die Geschichte Finnlands Definition, dann klicken Sie bitte auf "Beschreibung bearbeiten" und schreiben Sie die Eigene Version des Textes. Die Änderungen in der Beschreibung werden sofort aktiv und für alle sichtbar. Ein Administrator wird Ihre Version der Beschreibung und Definition von 'Geschichte Finnlands' nachher prüfen. Bitte achten Sie auf die Urheberrechte (Copyright). Wir sind für die besseren Beschreibung von 'Geschichte Finnlands' und 'Geschichte Finnlands' Definition sehr dankbar.
Alle Tipps zu den Bücher auf dieser Seite wurden automatisch generiert. D.h. die Bücher wurden aus einer Datenbank von dem Computer ausgesucht. Deshalb kann es vorkommen, dass vorgeschlagene Bücher nicht ganz der 'Geschichte Finnlands' Beschreibung entsprechen.
|
|
|
· Diese Seite wurde bisher 631 mal abgerufen. · Letzte Counteraktualisierung erfolgte am 16.05.2008 um 19:32:40 · Diese Seite wurde zuletzt geändert um 15:53, 15. Sep 2004. · Letzte Portalaktualisierung erfolgte um 08:00:00 GMT, 25.02.2008
|